Digitale Frequenz-Messumformer FVM 70/82
Allgemeine Beschreibung
Diese Messumformer dienen zur Umwandlung eines Frequenzsignals beliebiger Form und Polarität in ein normiertes Spannungs- oder Stromsignal (z. B. 0-10 V oder 4-20 mA). Der Messbereich wird mittels eines DIL-Schalters auf der Rückseite des Moduls eingestellt. Bei der Standardausführung stehen 64 geeichte Bereiche zwischen 0-100 Hz und 0-30 kHz zur Verfügung.
Bei der Version für tiefe Frequenzen (FVM 70L und FMV 82L) lässt sich der Bereich in Schritten von 0.1 Hz zwischen 0-0.1 Hz und 0-12.7 Hz oder in Schritten von 1 Hz zwischen 0-1 Hz und 0-127 Hz einstellen. Der Ausgang ist vollständig rippelfrei (<0.1%), ein Mikroprozessor errechnet nach jedem Eingangsimpuls den neuen Ausgangswert und hält ihn bis zum nächsten Impuls konstant.
Bei der Version FVM 70-2L und FMV 82-2L lässt sich der Bereich in Schritten von 10 Hz zwischen 0-10 Hz und 0-1270 Hz einstellen. Auch hier ist der Ausgang selbst bei tiefsten Frequenzen rippelfrei.
- Für Durchflussmesser und andere Frequenzsignale
- Digitale FV-Wandlung, höchste Genauigkeit
- Störungssicherer Schmitt-Trigger-Eingang, AC-Kopplung
- Ausführungen für tiefe Frequenzen (Bereiche bis 0-0.1 Hz), vollständig rippelfrei
- Bei 24 V-Speisung: Kontroll-LED
Modellübersicht
Module für DIN-Schienen, 23mm | |||
| Typ | Ausgang | Speisung | Bereich |
|---|---|---|---|
| FVM 70 | V | 21-30V/ ±15V | fest |
| FVM 82 | 0/4-20mA | 21-30V | fest |
| FVM 70-K | V | 21-30V/ ±15V | programmierbar |
| FVM 82-K | 0/4-20mA | 21-30V | programmierbar |
Speisung
- Für eine neg. Ausgangsspannung benötigt man eine bipolare Speisung (z.B. ±15 V). Bei unipolarer Speisung (Serienversion) beträgt die minimale Ausgangsspannung ca. 20 mV. Strombedarf ohne Last ca. 10 mA.
Bereiche
- 64 geeichte Bereiche (Fehler < 0.1%) zwischen 0-100 Hz und 0-28'800 Hz mittels DIL-Schalter auf der Rückseite wählbar, Zwischenwerte mittels Potentiometer einstellbar.
Bei Bestellung anzugeben:
- Modultyp
- Genauigkeitsklasse (A, C oder D)
- Eingangsbereich (in Hz)
- Ausgangsbereich (in mA oder V)
- Speisespannung (in V, uni- oder bipolar)
- Bei progr. Typen nur Modultyp und Genauigkeitsklasse (A oder C) notwendig
Technische Daten
| Allgemeines | A | C | Einheit |
|---|---|---|---|
| Linearitätsfehler, Bereich, 0-1 kHz1 | 0.01 | 0.02 | % |
| 3dB-Bandbreite, typ.1 | 5 | 5 | Hz |
| Einschwingzeit auf 1% typ. (1) | 200 | 200 | ms |
| Kalibrierfehler (ab Werk) | 0.03 | 0.05 | % FS |
| Eingang | A | C | Einheit |
| Eingangsimpedanz, typ. | 50 | 50 | kOhm |
| Eingangsspannung, min.2 | 1 | 1 | V |
| Eingangsspannung, max. | 40 | 40 | V |
| Stabilität des Ausgangs bezüglich: | A | C | Einheit |
| Temperatur | 20 | 70 | ppm/K |
| Alterung, 1 Jahr | 400 | 800 | ppm |
| Alterung, 10 Jahre | 1200 | 2500 | ppm |
| Temperaturbereich | A | C | Einheit |
| empfohlen | 0/60 | 0/60 | °C |
| funktionsfähig | -20/90 | -20/90 | °C |
| 1 | Bessel-Tiefpass 2. Ordnung. Bei 50 Hz ca. 1% Ausgangsrippel (0-100 Hz-Bereich). Auf Wunsch können auch andere Grenzfrequenzen geliefert werden. |
|---|---|
| 2 | Kleinere Eingangspegel bis ca. 50 mV auf Wunsch möglich. |
Genauigkeitsklasse D: Auf Anfrage.
Beachte:
Das Modul verarbeitet sowohl unipolare als auch bipolare Impulse oder Freqenzsignale praktisch beliebiger Form. Serienmässig wird das Frequenzsignal AC-mässig eingekoppelt. Bei einem symmetrischen Signal (Duty cycle 50%) ist der Triggerpegel automatisch in der Mitte. Bei stark asymetrischen Signalen (z. B. Nadelimpulse) kann auf Wunsch auch eine DC-Kupplung eingebaut werden. Der Triggerpegel ist in diesem Fall immer positiv (zwischen 50 mV und 3 V).
Speisespannung: 24 V (21-30 V), unipolar
Strombedarf ohne Last ca. 10 mA. Min. Ausgangsspannung unipolar ca. 20 mV
Bereiche
Mittels eines DIL-Schalters wird der Messbereich eingestellt. Die Messbereiche gemäss der Tabelle sind auf 0.1% genau geeicht. Zwischenbereiche können mittels des Verstärkungspotentiometers eingestellt werden. Standardwerte Ausgang: 0-10 V, 0-20 mA oder 4-20mA; Eingangssignal (AC-Koppelung) min. 1 V, auf Wunsch auch kleiner.
Optionen
- DC-DC-Wandler (Im Modul eingebaut) zur galvanischen Trennung der 24 V-Speisung, Prüfspannung 0.7 kV oder 3 kV.
- Einstellbarer Grenzwertschalter GW1 (Im Modul eingebaut), für Überwachungen, Regelungen.
- Andere Dimensionierungen (Bereiche, Eingang, Ausgang, Zeitverhalten)
Betriebsanleitung
Einstellungstabelle
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Andere Ausgangsspannungen und -ströme
Bei einem Standardmodul ist der Ausgang 0-10 V, 0-20 mA oder 4-20 mA. Benötigt man einen anderen Ausgangsbereich, z. B. 0-1 kHz = 0-2 V, muss man zuerst den entsprechenden Messbereich bei 0-10 V ausrechnen, d. h. bei obigem Beispiel 0-5 kHz = 0 - 10 V. Stellt man diesen Bereich ein, so erhält man automatisch 0-1 kHz = 0-2 V.
Regel: Immer zuerst auf 0-10 V bzw. 0-20 mA oder 4-20 mA umrechnen.
Weitere Informationen
- PDF-Datenblatt FVM 70/82
- Einstellung von Messspanne und Nullpunkt, Speisungsanschluss: Allgemeine Betriebsanleitung
- Richtlinien zur Verkabelung: Verkabelungs- und Einbaubedingungen