Konfigurierbare Doppel-Grenzwertschalter

Allgemeine Beschreibung

Diese Module enthalten zwei Komparatoren und ein oder zwei Relais mit Wechselkontakten zur Überwachung analoger Signale von 0-400 mV, 0-10 V oder 0-20 mA. Der Eingangsbereich, die Betriebsart und die Stellung der Kontakte können mittels DIL-Schaltern auf der Rückseite des Moduls eingestellt werden.

  • Zwei Schaltschwellen mit LED-Statusanzeige, Einstellung mittels 12-Gang-Potentiometer.
  • Wahlweise mit einem oder zwei Relais mit Wechselkontakten.
  • Betriebsart einstellbar: Ein oder zwei Grenzwertschalter, Fensterkomparator, Zweipunktregler.
  • Einstellbare Hysterese (Standard) und Zeitverzögerungen (Option).

Modellübersicht

Gehäuse

Module für DIN-Schienen, 23mm

Typ Eingang Relais Speisung
COM 90-1 progr. 1 20-30V
COM 90-2 progr. 1+2 20-30V

Eingang

Mit DIL-Schaltern einstellbar: 0-20 mA/100 Ohm Eingangsimpedanz, 0-400 mV/100 MOhm Eingangsimpedanz, 0-10 V/250 kOhm Eingangsimpedanz.

Betriebsart

Die Betriebsart wird mittels DIL-Schaltern eingestellt:

  1. Ein oder zwei Grenzwerte (Schwellen), voneinander unabhängig (Relais 1 und 2).
  2. Fensterkomparator (nur Relais 1).
  3. Zweipunktregler (nur Relais 1).
Weitere Einstellungen: Inversion Schaltzustand eines Relais, Hysterese (0.1-2% mittels Trimm-Potentiometer).

Optionen

  • zweites Relais (nur für Grenzwert "high")
  • Detektion offnener Eingang/Stromunterbruch (Relais fallen ab)
  • Zeitverzögerungen (feste oder einstellbare)

Bei Bestellung anzugeben:

  • COM 90-1 oder -2 (mit zwei Relais)
  • DC-DC-Wandler für Speisung
  • Grundversion: COM 90-1 (mit einem Relais), ohne DC-DC-Wandler, ohne Zeitverzögerungen

Technische Daten

Spezifikationen (Maximalwerte bei 25°C, falls nicht anders vermerkt)
Eingangsimpedanz Wert Einheit
0-20 mA, typ./max. (Impedanz steigt ab ca. 60°C, Strombegrenzung mit PTC auf ca. 150 mA) 90/105 Ohm
0-400 mV, typ. 100 MOhm
0-10 V 250 kOhm
Schaltschwellen Wert Einheit
Einstellbarkeit 12-Gang-Potentiometer 0.02 %
Temperaturdrift, max. 200 ppm/K
Einstellbereich Schaltschwellen 1-105 %
Einstellbereich Hysterese, typ. 0.1-2.5 %
Zeitverhalten Wert Einheit
Ansprechzeit, max. 50 ms
Verstellbereich Zeitverzögerung, typ. (Option: Auf Wunsch auch andere Verzögerungszeiten bis 5 sec. und asymmetrische Wirkung) 0.04-1 s
Relais Wert Einheit
max. Schaltspannung (Relaiskontakte mit Goldauflage auch für µV/µA Lasten) 250/220 VAC/DC
max. Kontaktstrom/Schaltstrom 2 A
max. Schaltleistung 24/60 W/VA
Prüfspannung zwischen offenen Kontakten 1000 VAC
Prüfspannung Kontakt-Spule 1500 VAC
Speisung Wert Einheit
max. Stromverbrauch 80 mA
min./max. Versorgungsspannung 20/30 VDC
Temperaturbereich Wert Einheit
empfohlen 0/60 °C
funktionsfähig -20/90 °C

Beachte:

Die angebenen Daten gelten nur für ohmsche Lasten. Beim Schalten von induktiven Lasten (z. B. Spulen/Trafos, Motoren) entstehen Überspannungen, die zu EMV-Problemen und in gewissen Fällen sogar zur Zerstörung der Relaiskontakte führen können. Diese Überspannungsspitzen müssen durch geeignete Massnahmen (z. B. RC-Glied oder Varistoren) bei der Last unterdrückt werden.

Allgemeines

Diese DIN-Schienen-Module verfügen über Schraubklemmen, zwei Frontplattenpotentiometer für die beiden Schwellen und drei LEDs für die Zustandsanzeige: Eingangswert unter Schwellwert "low", zwischen "low" und "high" (im Fenster), und über "high". Relais 2 (Option) besitzt drei seitliche Steckzungenanschlüsse (2.8 mm), Nr. 9, 10, 11, dazu passende Schraubklemmenstecker erhältlich (Typ lmi 205 203 01). Auf Wunsch kann Relais 2 auch mit Schraubklemmen 5 und 6 verbunden werden (statt seitlichen Steckzungen). In diesem Fall stehen nur je zwei einfache Kontakte zur Verfügung.

Betriebsarten

  • Ein oder zwei Grenzwerte (Schwellen), voneinander unabhängig (Relais 1 und 2)
  • Fensterkomparator (nur Relais 1)
  • Zweipunktregler (nur Relais 1)
  • Einstellung der Betriebsart mittels DIL-Schalter auf Rückseite des Moduls

Einstellungen/Konfigurationen

  • Eingang: 0-400 mV, 0-10 V, 0-20 mA: DIL-Schalter
  • Inversion Schaltzustand eines Relais: DIL-Schalter
  • Hysterese (0.1-2 %): Trimmpotentiometer
  • Zeitverzögerung (0.05 - 1 sec., nur Relais1): Trimmpotentiometer (Option)

Optionen

  • DC-DC-Wandler für Speisung (0.7 oder 3 kV Prüfspannung)
  • Zweites Relais (nur für Grenzwert "high")
  • Verzögerungen: Auf Wunsch kann eine zeitliche Verzögerung eingebaut werden (nur für Relais 1). Die Verzögerung kann auch so realisiert werden, dass sie nur auf eine Flanke wirkt. Ein einstellbares Eingangsfilter kann auf Wunsch ebenfalls realisiert werden.
  • Detektion eines offenen Signaleingangs: Ein offener Eingang oder ein Stromunterbruch (bei 4-20 mA) kann auf Wunsch, unabhängig vom Betriebszustand/Betriebsart, ein Abfallen beider Relais bewirken. Schaltschwelle bei ca. 1.5 mA.

Betriebsanleitung

Einstellung der Schaltschwellen, LED-Kontrollanzeigen

Die beiden Schaltschwellen "low" und "high" werden mit je einem Frontplattenpotentiometer (ca. 12 Umdrehungen) eingestellt. Die drei Leuchtdioden zeigen an, ob das Eingangssignal unter dem Schwellwert "low" liegt, dazwischen (im Fenster zwischen "low" und "high"), oder über dem Schwellenwert "high".

Einstellung DIL-Schalter

Eingang Schalterstellung
0-400 mV 1 off 6 off
0-10 V 1 on 6 off
0-20 mA 1 off 6 on
Betriebsart Schalterstellung
Einfacher Grenzwert 2 off 3 off
Fensterkomparator 2 on 3 off
Zweipunktregler 2 off 3 on
Inversion Relais 1 5 on  
Inversion Relais 2 4 on  

Beachte: Die Schalter 2 und 3 dürfen nicht gleichzeitig auf "on" sein.

Betriebsarten

  1. Einfacher Grenzwertschalter: Der untere Grenzwert ("low") steuert Relais 1 an, der obere Grenzwert ("high") Relais 2 (falls vorhanden). Die beiden Grenzwerte/Relais arbeiten unabhängig voneinander.
  2. Fensterkomparator
  3. Zweipunktregeler: Mit den beiden Grenzwerten "low" und "high" stellt man die Schaltpunkte ein (Hysterese). Anwendung: z. B. für Füllstandregelung ("low": ein, "high": aus).

Einstellung bei Auslieferung

Hysterese:ca. 0.5 %
Verzögerung:Minimum
Betriebsart:Fensterkomparator
Eingang:Spannungseingang 0-10 V

Achtung: Beim Schalten von induktiven Lasten (z. B. Spulen/Trafos, Motoren) entstehen Überspannungen, die zu EMV-Problemen und in gewissen Fällen sogar zur Zerstörung der Relaiskontakte führen können. Diese Überspannungsspitzen müssen durch geeignete Massnahmen (z. B. RC-Glied oder Varistoren) bei der Last unterdrückt werden.

Weitere Informationen